Lagerdenken, Zuspitzung, Empörung – unsere Gesellschaft scheint zunehmend auseinanderzudriften.
Politische Akteure, Medienlogiken und wirtschaftliche Interessen befeuern die Dynamik und profitieren
nicht selten davon. Doch wie sind wir in diese Situation geraten? Welche Mechanismen tragen dazu
bei, dass Unterschiede zu Fronten werden – und was braucht es, um den Dialog wieder möglich zu
machen?
In dieser Veranstaltung gehen wir der Entstehung und den Treibern gesellschaftlicher Polarisierung
nach. Auf Grundlage aktueller Forschung und historischer Perspektiven soll sichtbar werden, wie
Konflikte sich zuspitzen – und wie sie auch wieder entschärft werden können. Der Schwerpunkt liegt
dabei auf der Frage: Wie können wir als Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung der Demokratie und einer
pluralen Ordnung beitragen?
Die Veranstaltung versteht sich als geschützter Raum für kritische Reflexion, Diskussion und das
gemeinsame Erproben von Strategien jenseits der Empörungslogik. Ziel ist es, nicht nur das Phänomen
besser zu begreifen, sondern auch konkrete Möglichkeiten für mehr Sachlichkeit, Respekt und
Miteinander zu entdecken.
Es sind keine speziellen Vorkenntnisse erforderlich. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für
das Spannungsfeld von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und politischer
Kommunikation interessieren und Lust haben, aktiv mitzudenken und mitzudiskutieren.
Der Kurs findet ab 1 Personen statt.